BfM

 

"Starke Demokratie ist durch eine Politik der Bürgerbeteiligung definiert"

                              (Benjamin Barber)

Wir werden uns entwickeln. Wohin, entscheiden wir.

Die Gesellschaft entwickelt sich. Dies ist unbestreitbar und wird sich auch nicht ändern. In welche Richtung uns dies jedoch führt, haben wir zum Teil selbst in der Hand. Jedenfalls können wir es in unserem Bereich mit beeinflussen.

Welche Bereiche sind es nun, die wir beeinflussen können?

Es sind dies all jene, die im Wandel sind. Wie unser Denken, unsere Familie und Freundeskreis, unser Arbeitsumfeld, unsere Gemeinde und, ja, sogar unser Heimatland.

Wie kann uns diese Einflussnahme gelingen? Werfen wir doch einfach einen Blick auf verschiedene Aspekte.

Unser Denken

Positive Gedanken, sich an Erfolgen freuen und darauf schauen, was dazu geführt hat. Sich selber vertrauen zu können, dazu gehört auch, sich an Abmachungen mit sich selbst und anderen zu halten und sich an den eigenen Worten messen zu lassen.

Nicht nur danach zu trachten, von anderen ein Schulterklopfen und Anerkennung zu bekommen. Damit hasten mir mit unserem Tun nur nach Anerkennung von Außen.

Innere Zufriedenheit ist damit verbunden, nach den eigenen Werten und Zielen zu leben. Sich deren auch bewusst zu sein und zufrieden zu sein, wenn wir danach handeln und gehandelt haben.

Familie und Freundeskreis

„Was du nicht willst, was man dir  tut, das füg´ auch keinem and´ren zu.“
Füreinander einstehen, die Schwächen des anderen nicht ausnutzen sondern diesen „Mangel“ ausgleichen.
Bin ich auch dazu bereit das zu tun, was ich von anderen fordere?
Das viel benutzte Motto „Fordern und Fördern“. Ja, und ein Blick auf unsere eigene Leistungsfähigkeit und Leistungsbereitschaft ist in diesem Zusammenhang sehr förderlich. Würden wir das auch wollen und tun, was wir von anderen „fordern“?

Schauen wir doch auf die Stärken und Talente unserer Kinder, Partner und auch unserer Freunde. Erkennen wir diese? Vielleicht sogar früher als diese bei sich selbst?Nur wenn wir mehr an sie glauben als sie selbst, werden sie über sich hinauswachsen.
Vertrauen wir ihnen und schaffen wir die Grundlagen für ihre und damit auch unsere Entwicklung.

Arbeitsumfeld

Ja, es wird im beruflichen Rahmen nicht immer gerecht ablaufen. Auf Dauer soll es jedoch ausgeglichen sein. Ein offenes und ehrliches Gespräch, egal ob im beruflichen Umfeld oder in der Freizeit ist die Voraussetzung für Vertrauen. Nicht übereinander, sondern miteinander sind Gespräche zu führen.

Sich „trauen und vertrauen“, mir und anderen, hat etwas mit „sich verletzbar machen“, mit Ängsten aber auch mit Visionen zu tun. Mit diesem Ver-trauen werfen wir einen Blick in die Zukunft und wünschen uns dabei wie etwas sein sollte. Wie wir mit uns und anderen umgehen möchten. Nur gemeinsam mit all unserem Wissen wird uns die Verwirklichung von Zielen gelingen. Sprechen wir doch gemeinsam über unsere Visionen.

Die Alternative wäre -… Stillstand und Rückschritt.

Ein weiteres großes Thema ist der moderne Begriff des „Feedbacks“ (Anmerkung: Rückmeldung oder Antwort von anderen auf eigenes Verhalten). Von wie vielen Menschen erhalten wir dieses ehrliche Geschenk? Nur wenn uns unsere Mitmenschen ihre Sichtweise über uns mitteilen, ist es uns möglich uns, im besten Fall, positiv zu verändern.

Gemeinde

Wer übernimmt in der Gemeinde uneigennützig Verantwortung? Und, warum soll er dies tun?

Nach meiner privaten und beruflichen Erfahrung wird eine auf Zeit ausgerichtete Mehrbelastung nur dann übernommen, wenn Verdienst, Macht, Status, oder Vision dahinter steht/stehen.

Das Wort „uneigennützig“ steht ab einer gewissen Geldsumme im Widerspruch zu „Verdienst“ und „Macht“. Beispiele dafür stehen tagtäglich in den Medien.

Die persönlichen Antreiber „Status“ und „Vision“ sind in meinen Augen zur Bekleidung eines solchen Amtes fast unverzichtbar.
Wer „Status“ sucht, und im Idealfall auch findet, möchte ihn halten. Dafür wird ihm Leistung abverlangt, die er weiterhin bringt mehr oder weniger gerne bringt, um sein Amt nicht wieder zu verlieren.

„Vision“ ist für mich der eigentliche und existenzielle Grund, Verantwortung zu übernehmen. Sie ist es, die uns die Chance schenkt, so leben zu können, wie wir es uns wünschen.

Wer eine Vision hat, sieht ein Defizit oder eine Chance zur Verbesserung. Wer eine Vision hat glaubt daran, diesen Mangel ausgleichen zu können. Um dies umzusetzen hat er seine Fähigkeiten oder kennt Mittel und Wege die ihm bei der Verwirklichung helfen. Wie sich die Motivation des Visionärs jedoch verändert, wenn das Ziel erreicht ist, wird sich zeigen. In erster Linie ist es davon abhängig, einem Menschen mit solch hohen Idealen auch Anerkennung zukommen zu lassen. In welcher Form ihm diese Anerkennung zu teil wird ist sehr individuell und von vielerlei Faktoren abhängig.

Und nun die große Welt und unser Heimatland

Welche Vorbilder haben wir in Politik, Wirtschaft, Sport oder der sonstigen Prominenz. 
Was leben uns die großen Macher und kleinen Sternchen aus diesen Bereichen vor? Genügend von ihnen stehen ja Woche für Woche in den Schlagzeilen. Wie zahlt sich denn tatsächliche, ehrliche Leistung bei uns aus? Wer „nimmt“ sich denn wie viel und rechtfertigt dies womit?

Woher kommen denn die wirklichen Vorbilder unserer Jugend oder unserer jungen Erwachsenen und wer sind sie? Welche Werte verkörpern sie?

Machen wir uns doch gemeinsam Gedanken darüber, welche Vorbilder wir selbst, unsere Kinder und wir als Gesellschaft so dringend brauchen...

Ich freue mich auf unsere Zukunft, …sie zu gestalten, darf auch Spaß machen ;)

Hubert Götschl