BfM

 

"Starke Demokratie ist durch eine Politik der Bürgerbeteiligung definiert"

                              (Benjamin Barber)

Zur Historie der„Bürger für Marquartstein“

Die kommunalpolitische Landschaft in Marquartstein hat sich im Laufe der letzten Amtsperiode des Gemeinderates verändert. Die Zukunft der „Überparteilichen Wählergemeinschaft“ (ÜW) war äußerst fraglich und es hatte den Anschein, als würde den wahlberechtigten Bürgern für die Neuwahl 2014 eine echte, parteiunabhängige Alternative fehlen. Das gleiche Bild bot sich bei der Kandidatur zum Bürgermeisteramt. Bürgermeister Andreas Dögerl, dessen Familie Marquartstein bereits seit 30 Jahren ununterbrochen regiert, schien wieder der einzige Kandidat für dieses wichtige Amt, zu sein.

Um den Weg in die sich abzeichnende Sackgasse zu verhindern und die demokratischen Grundsätze in der Gemeindepolitik wieder zu festigen, haben Klaus Hell und Thomas  Halder im November 2013 den Entschluss gefasst, neue Wege zu gehen. Das Ziel war, mit einer Gruppierung von politisch und wirtschaftlich unabhängigen Bürgern bei der Kommunalwahl 2014 anzutreten.

Erfreulicherweise konnten wir gemeinsam schnell interessierte und engagierte Mitstreiter finden, die bereit waren, mit uns auf dieses Ziel hinzuarbeiten. Mit zunehmender Personalstärke unserer Gruppierung zeichneten sich eine wachsende Dynamik und ein steter Tatendrang für dieses Vorhaben ab. Schließlich gründeten wir am 17.12.2013 im Gasthof „Zum Ott“ in Staudach die „Bürger für Marquartstein“, kurz „Bürgerliste“ als neue kommunalpolitische Kraft für unseren Heimatort Marquartstein. Mit 11 Kandidaten war für uns die ideale Gruppenstärke erreicht, die es möglich macht, als geschlossenes Team die vielfältigen Aufgaben gemeinsam zu bearbeiten.

Stolz sind wir, dass wir den Wahlbürgern auch für das Bürgermeisteramt die wirkliche Alternative bieten können. Mit Andi Scheck, als Bürgermeisterkandidat aus unserer Mitte, sehen wir die perfekte Lösung für die Umsetzung unserer Leitmotive. Wir stehen für mehr Demokratie, besserer Information und offenen Dialog für und mit dem Bürger, unabhängig von Kandidat und Listenplatz.

Als neuer Wahlvorschlagsträger ist es uns nach bayr. Wahlrecht nur möglich, zu kandidieren, wenn jeder Wahlvorschlag mit mindestens 80 Unterschriften wahlberechtigter Bürger bestätigt wird. In kürzester Zeit wurden die Anforderungen für die Wahlvorschläge zum Gemeinderat und Bürgermeister mit jeweils über 130 Unterzeichnern weit über dem Notwendigen erfüllt.

Somit wurden wir als „Bürger für Marquartstein“ vom Wahlausschuss am Dienstag den 04.02.2014 zur Kommunalwahl 2014 unter Wahlvorschlagsträger „5“ zugelassen.

Nun standen uns sechs  anstrengende Wochen bis zur Wahl bevor. Die Wahlstrategie war zu dieser Zeit bereits festgelegt. In langen nächtlichen Sitzungen wurden die Wahlprospekte und die Plakate entworfen zur Druckreife gebracht. Mit 4 öffentlichen Wahlveranstaltungen hatten wir uns einiges vorgenommen. Vor allem die Kandidatenvorstellung im Prinzregentensaal war für viele von uns eine echte Herausforderung. Völliges Neuland betraten wir mit dem Diskussionsabend am Aschermittwoch. Der Zuspruch aus der Bürgerschaft hat uns aber gezeigt, dass das direkte Gespräch mit dem Bürger genau der Weg ist, den wir in Zukunft gehen wollen.  Mit dem persönlichen Gespräch beim Wähler und dem Bürgermeisterbrief waren dann die letzten Mosaiksteine in unsere Wahlstrategie eingefügt. Alle 11 Kandidaten hatten ihr Bestes gegeben.

Sicher war ein gewisses Maß an Zuversicht am 16. März bei jedem von uns zu spüren. Der Respekt vor so einer Entscheidung war aber sicher nicht minder. Dass dieser Sonntagabend aber  mit einem solchen Erfolg enden würde, damit hat keiner so wirklich gerechnet.

>>zum Ergebniss<<

Respekt vor jedem der sich engagiert und an diesem erfolgreichen Projekt mitgearbeitet hat.

Mit viel Stolz, aber auch mit viel Respekt vor der Aufgabe und der Verantwortung, die uns vom Wähler aufgetragen wurde, geht es nun in die kommunalpolitische Realität. Auch die nicht ins Amt gewählten Mitglieder unserer Gruppierung werden sich an unseren Wahlzusagen und Leitsätzen orientieren und die Entwicklung der Gemeinde und unserer Bürgerschaft weiter aktiv mitgestalten.

Wir blicken mit viel Zuversicht und Freude auf die neuen Aufgaben die uns in den nächsten sechs Jahren gestellt werden.